Manpower!

Genau diese ist in den folgenden Monaten gefragt. Denn nach dem Anschnitt der Fruchtruten für die kommende Ernte, muss das komplette Restholz aus dem Drahtrahmen gezogen und entfernt werden. Eine sehr zeitaufwendige und körperlich anstrengende Arbeit. Bei Rebsorten wie Riesling, Gewürztraminer, Sauvignon Blanc , Chardonnay und noch einigen anderen Sorten, sind die Reben doch merklich fester an den Drahtrahmen „gerankt“ als z.B. bei den Burgunder-Sorten oder dem Dornfelder. Hier sind bis zu 55 Stunden pro Hektar nötig, um alleine das verbleibende Rebholz aus dem Drahtrahmen zu nehmen.

In der heutigen Zeit, da Arbeitskräfte in der Landwirtschaft immer rarer werden, der Zeitdruck immer größer und die Kosten immer im Auge bleiben müssen, gibt es glücklicherweise neue Geräte und Maschinen, die uns unter die Arme greifen. Seit etwa 3 bis 5 Jahren forschen zwei Firmen an der Realisierung von Maschinen, die Arbeitserleichterungen bieten. Die Fa. ERO in Niederkumbt und die Fa. Clemens in Wittlich. Die Fa. ERO ist heute sogar eine führende und richtungsweisende Maschinenbaufirma für Traubenvollernter. Clemens hat sich vor 35 Jahren auch einmal darin versucht, dies aber wieder aufgegeben. Dazu vielleicht im Herbst einmal mehr…

Für uns war vom ersten Tag an die arbeitspraktikabelste Lösung die der Fa. Clemens.

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Der sogenannte Clemens „Kobold“ gibt uns die Möglichkeit mit einem maschinellen Arbeitsgang fast das gesamte Rebholz aus dem Drahtrahmen zu „strippen“.

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Anfängliche Schwierigkeiten des Gerätes, als es noch in den „Kinderschuhen“ steckte, sind vorbei. So können wir uns diesen arbeitsintensiven Durchgang doch sehr erleichtern und sparen zwischen viele Stunden pro Hektar. Es ist danach nunmehr nur noch ein Durchgang notwendig, um etwas Restholz, was im Drahtrahmen verbleibt, zu entfernen und das Rebholz etwas in der Rebzeile zu ordnen, was mit sehr wenigen  Stunden pro Hektar lange nicht die Zeit benötigt und bei weitem nicht so körperlich anstrengend ist.

Sicherlich ist das Argument nicht falsch, wider „Mechanisierung im Weinberg“ und „wo soll das hinführen“…  Aber auch nicht aus den Augen zu verlieren ist hierbei die Problematik, dass im Weinbau und in der Landwirtschaft Saisonaushilfskräfte meist zu sehr „einfamiliärt“ sind, und es dabei zu Problemen kommen kann, die im normalen Arbeitsverhältnis nicht zu erwarten sind.

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